Maria Schnee

1614 ist das älteste Datum in der Geschichte des Wallfahrtsortes Maria Schnee. Die Verehrung der Muttergottes kann erstmals 1756 urkundlich gesichert festgestellt werden. Auch die Gnadenstatue stammt aus dieser Zeit. Kaiserin Maria Theresia spendete der Kirche ein Kreuzpartikel, das heute noch verwendet wird.

In den Jahren 1875 bis 1879 ließ Frau Antonia Winter aus Dankbarkeit (nach dem Börsenkrach von 1872 blieb dem Ehepaar das Vermögen erhalten) um den Betrag von 160.000 Gulden eine zweitürmige Kirche samt dazugehörigem Pfarrhof erbauen. Die Errichtung einer eigenen Pfarre Kaltenberg stieß jedoch auf heftigen Widerstand der kirchlichen und weltlichen Behörden und kam daher nicht zur Ausführung. Das Patronat über die Filialkirche übernahm nach langem Weigern die Pfarrgemeinde Lichtenegg, welche von der Erbauern Frau Antonia Winter den Betrag von 1.156 Gulden zur Erhaltung der Filialkirche erhielt.

Stilistisch ist der Bau der Gründerzeit zuzuordnen. Die Eigenart dieser Epoche, Stile von der Klassik bis herauf zu Barock zu vereinigen, tritt dem Besucher hier entgegen. Diese Kirche ist bei Wallfahrern sehr beliebt und es kommen jedes Jahr eine Vielzahl von Besuchern, um eine Messe in dieser prächtigen Kirche zu feiern. Wallfahrer können im Zuge des Besuches auch jährlich wechselnde Ausstellungen bewundern. Die Wallfahrtskirche Maria Schnee (Kaltenberg) lockt weithin in der Buckligen Welt sichtbar auf einer Seehöhe von 850 m vor der Kulisse von Rax und Schneeberg, mit einem bemerkenswerten Votivbild und jährlich wechselnden Ausstellungen. Alljährlich wandern zahlreiche Wallfahrer zur Mutter Gottes um ihren Segen zu erbitten.